Dachlexikon


Abdichtungen
Definition:

Abdichtungen sind aneinander gesetzte Dachbahnen oder wasserdichte Planen. Sie leiten Niederschlag ab und schützen vor dem Eindringen von Feuchtigkeit. Es gibt Dachabdichtungen und Bauwerksabdichtungen.

Abschlüsse
Definition:

Abschlüsse sind Dachränder: First, Traufe oder Ortgang.

Allgemeiner Stand der Technik
Definition:

Verarbeitungsgrundsätze, die durch Erfahrung aufgestellt, in der Praxis geprüft und als notwendig und bewährt anerkannt wurden. Gegensatz: Stand der Wissenschaft.

Anschlussbiber
Definition:

Anschlussbiber gehören zum Zubehör von Biberschwanzziegeln. Sie werden entweder ganz oder zugeschnitten an den Ausspitzern angebracht.

Anschlüsse
Definition:

Anschlüsse sind firstseitig, traufseitig oder seitlich am Dach zu finden. Für die drei Bereiche gibt es spezielle Formziegel/-steine, die die exakte Ausführung erleichtern.

Aufliegende Dachrinnen
Definition:

Aufliegende Dachrinnen, auch Liegerinnen oder Aufdachrinnen genannt, benötigen ein ausreichendes Gefälle. Im Unterschied zur vorgehängten Rinne verläuft die aufliegende Rinne schräg oberhalb der Traufe.

Aufschnittdeckungen
Definition:

Aufschnittdeckungen entstehen durch den Einsatz von Hohlziegeln mit Kurzschnitt. An ihrem Schnittpunkt werden jeweils vier Ziegel übereinander verlegt. Die Dachneigung muss mindestens 35 Grad betragen. Im Gegensatz zur Vorschnittdeckung ist bei der Aufschnittdeckung die Höhenüberdeckung variabel.

Ausblühungen
Definition:

Ausblühungen sind Salzablagerungen bzw. Salzkrustenbildungen, die durch Feuchtigkeit an der Oberfläche von Beton, Mauerwerk oder Mörtel entstehen. Sie werden erst sichtbar, wenn das Wasser verdunstet ist. Durch diesen Vorgang entstehen weder Qualitätsverluste noch Schäden.

Außenwandbekleidungen
Definition:

Außenwandbekleidungen/Fassadenbekleidungen werden außen an tragenden Wandkonstruktionen vorgenommen. Sie bestehen aus schuppen/-tafelförmigen Elementen. Die Unterkonstruktion für eine Außenwandbekleidung aus Ziegeln ähnelt dem Aufbau der Dachkonstruktion mit Lattung und muss eine ausreichende Belüftung gewährleisten.

Äußerer Blitzschutz
Definition:

Äußerer Blitzschutz besteht aus Fangeinrichtung, Ableitungs-Einrichtung und Erdungsanlage. Die Anlagenteile werden am Dach befestigt. Darum unabdingbar: Die Dichtheit der Eindeckung.

Ausspitzer
Definition:

Ausspitzer sind Dachziegel/-steine, die in Richtung des Gratsparrens verlaufen. Sie werden in rechte und linke Ausspitzer unterteilt und werden entweder rechts oder links in Richtung des Gratsparrens/Kehlsparrens verlegt.

Baufeuchte
Definition:

Baufeuchte ist in Einbaufeuchte und Eigenfeuchte unterteilt: Die Einbaufeuchte ergibt sich durch die Witterung in der Bauphase, die Eigenfeuchte ist je nach Baustoff (z. B. Mörtel, Estrich, Beton) unterschiedlich hoch.

Bauwerksabdichtungen
Definition:

Bauwerksabdichtungen schützen Gebäudeteile von innen und außen vor Feuchtigkeit. Übliche Dicht- oder Sperrstoffe sind Pappe, Metall, Kunststoff oder Gießstoffe mit mineralischen oder organischen Bestandteilen.

Behelfsabdichtung
Definition:

Behelfsabdichtung: Sie ersetzt fachgerechte Abdichtungen nicht und soll daher nicht dauerhaft eingesetzt werden. Sie schützt vorläufig vor dem Eindringen von Feuchtigkeit und Regen. Beim Anbringen ist darauf zu achten, dass Schmutz, kleine Gegenstände oder Risse den regensicheren Schutz nicht gefährden.

Behelfsdeckungen
Definition:

Behelfsdeckungen sind kein Ersatz für fachgerechte Eindeckungen und sollten nicht dauerhaft eingesetzt werden. Sie schützen vorläufig vor dem Eindringen von Feuchtigkeit und Regen.

Biber-Doppeldeckung
Definition:

Die Ziegel werden so verlegt, dass jede Lage an einer eigenen Dachlatte angebracht ist. Außerdem werden sie seitlich jeweils um einen halben Ziegel versetzt. Die untere Reihe wird von den darüber verlegten Ziegeln halb überlappt.

Biber-Kronendeckung
Definition:

Die Biberschwanzziegel werden so verlegt, dass auf jeder Traglatte zwei Biberreihen liegen. Außerdem werden sie seitlich jeweils um einen halben Ziegel versetzt. Die untere Reihe der verlegten Ziegel wird von den darüber gelegten Ziegeln fast vollkommen überlappt.

Biber-Spließdeckung
Definition:

Biber-Spließdeckung erfolgt in Einfachdeckung. Die Ziegel überlappen sich weniger als bei der Doppeldeckung. Dadurch entsteht ein Spalt, der mit Mörtel gefüllt wird. Unter dem Mörtel wird kurz zuvor ein mindestens fünf Zentimeter breites Kunststoff-, Holz-, oder Metallplättchen, der sogenannte Spließ, angebracht. Diese Deckung ist heute nicht mehr üblich.

Biberschwanzziegel
Definition:

Biberschwanzziegel werden in Kronen- oder Doppeldeckung verlegt. Sie gehören zu den Strangdachziegeln, sind eben und haben keine Falzausbildung. Die halbrunde Ausformung an der unteren Seite des Ziegels ähnelt dem Schwanz eines Bibers.

Blenden
Definition:

Blenden sind senkrechte Abdeckungen aus Metall oder Holz am Ortgang oder an der Traufe. Sie können auch als Verkleidung der innenliegenden oder unter der vorgehängten Dachrinne verwendet werden. Meist werden sie aus optischen Gründen angebracht. Am Giebel können sie aber auch Schutz vor Schlagregen bieten.

Blitzschutz
Definition:

Blitzschutz sichert Personen und Gegenstände vor dem Blitzeinschlag. Für die Schadensversicherung ist er Voraussetzung. Örtliche Baubestimmungen legen die Notwendigkeit des Blitzschutzes fest.

Blitzschutzsysteme
Definition:

Blitzschutzsysteme setzen sich aus dem inneren und dem äußeren Blitzschutz zusammen. Der innere Blitzschutz ist auf den Schutz von elektronischen und elektrischen Anlagen im Gebäude ausgerichtet. Der äußere Blitzschutz fängt den Blitz auf und leitet ihn an die Erde ab.

Blower Door
Definition:

Blower Door ist ein Messsystem für die Luftdichtheit von Häusern. Bei geschlossenen Fenstern und Außentüren wird durch einen Ventilator Raumluft aus dem Haus geblasen. Für die Messung großer Industriehallen und Verwaltungsgebäude können mehrere Blower Door-Ventilatoren kombiniert werden.

Brandschutz
Definition:

Brandschutz ist vom Brandverhalten der verwendeten Baustoffe abhängig. Die Brandschutzklassen: A (nicht brennbar, u. a. Beton, Mauerwerk, Aluminium), A1 (nicht brennbar, u. a. Stoffe ohne organische oder brennbare Bestandteile), A2 (nicht brennbar, u. a. Stoffe mit organischen oder brennbaren Bestandteilen), B (brennbar), B1 (schwer entzündlich), B2 (normal entzündlich), B3 (leicht entzündlich und daher im Bauwesen nicht zugelassen). Dachziegel und Dachsteine gehören zur Brandschutzklasse A. Die Brandschutzklassen geben jedoch keine Auskunft darüber, wie sich das jeweilige Bauteil in der Konstruktion verhält.

Brandverhalten von Bauteilen
Definition:

Brandverhalten von Bauteilen ist durch ihre Feuerwiderstandsdauer (Mindestdauer in Minuten) und individuellen Eigenschaften gekennzeichnet. Bauteile werden nach ihrer Feuerwiderstandsdauer in Feuerwiderstandsklassen eingestuft.

Brennbare Baustoffe
Definition:

Brennbare Baustoffe sind in B1 (schwer entzündlich), B2 (normal entzündlich), B3 (leicht entzündlich) aufgeteilt. B3-Baustoffe sind im Bauwesen nicht zugelassen.

ClimaLife
Definition:

ClimaLife ist eine spezielle Mikrobeton-Oberfläche für Dachsteine, die mit Hilfe von Titandioxid Schadstoffe aus der Luft in ungefährliches Nitrat umwandelt.

 Nelskamp-TV: ClimaLife

Dachaufbauten
Definition:

Dachaufbauten sind z. B. Gauben. Sie dienen der Lichtzufuhr und Belüftung von Dachräumen und sind genehmigungspflichtig. Sie müssen den Verhältnisgrößen des Bauwerks und der Dachfläche angepasst sein.

Dachdeckungen
Definition:

Dachdeckungen schützen vor Witterungseinflüssen und kommen auf geneigten Dächern zum Einsatz. Es werden u. a. Dachziegel (Ton) oder Dachsteine (Beton) verwendet.

Dachflächenfenster
Definition:

Dachflächenfenster dienen zur Belüftung und Belichtung des Dachraumes. Sie sollten schall- und wärmegedämmt sein. Dachflächenfenster sind Ü-Zeichen-pflichtig (das Ü–Zeichen dient dem Nachweis der Verwendbarkeit von Bauprodukten nach § 17 LBO), müssen einer Schlagregen-Sicherheitsprüfung standhalten und den Ansprüchen der Bauregelliste entsprechen. Dachflächenfenster können außerdem die Funktion eines Notausstiegs erfüllen.

Dachgräben
Definition:

Dachgräben erscheinen entweder als Stufenrinne mit Gefälle oder bei Sheddächern als Kehle. Sie entstehen auch durch zwei Dachflächen, die an der Traufe zusammenlaufen. Wenn keine Stufen vorhanden sind, muss sichergestellt sein, dass das Dach an dieser Stelle wasserdicht ist.

Dachknicke
Definition:

Dachknicke werden in Schleppdachknicke und Mansarddachknicke unterteilt. Beim Schleppdach verlaufen die unterschiedlich geneigten Dachflächen von der unteren flachen zur oberen steilen Dachneigung, beim Mansarddach von der unteren steilen zur oberen flachen Dachneigung – jeweils unterbrochen durch Dachknicke.

Dachkonstruktionen
Definition:

Dachkonstruktionen sind einschalig, mehrschalig, durchlüftet oder nicht durchlüftet. Diese Unterteilung ist abhängig vom Aufbau der Einzelschichten der Dachkonstruktion. Üblicherweise umfasst der Begriff in erster Linie das Dachtragwerk (weniger die Dachdeckung). Gängige Dachkonstruktionen für das Steildach sind z. B. das Pfetten- oder Sparrendach.

Dachlatten
Definition:

Als Dachlatten werden Schnitthölzer bezeichnet, deren Maße und Qualität sich nach DIN 4074 für Bauholz richten. Auf dem Dach werden sie als Traglattung oder Konterlattung eingesetzt.

Dachlattenquerschnitt
Definition:

Dachlatten haben in der Regel einen Querschnitt von 30/50 und 40/60mm. Welche Dachlatten zu verwenden sind, ist u. a. vom Deckwerkstoff und Sparrenabstand abhängig.

Dachleitern
Definition:

Dachleitern werden als Trittfläche der Dachneigung entsprechend an den Flach- oder Steilseiten und rechtwinklig zum First auf dem Dach angebracht. Zum Einhängen müssen normierte Sicherheitsdachhaken verwendet werden.

Dachneigung
Definition:

Dachneigung ist der Winkel zwischen der Unterkonstruktion und der horizontalen Linie des Hauses in Grad. Oder die Steigung der Fläche über der Waagerechten in Prozent. Es wird zwischen Steildach (in Deutschland ab einer Neigung von 22 Grad) und Flachdach (in Deutschland unter einer Neigung von zehn Grad) unterschieden. Bei einer Dachneigung in angrenzenden Bereichen spricht man von flach geneigten oder geneigten Dächern.

Dachrinnen
Definition:

Dachrinnen leiten das Oberflächenwasser vom Dach ab. Sie sind in innenliegende und außenliegende Dachrinnen unterteilt. Äußere Dachrinnen gewährleisten die Ableitung auch bei verstopften Abläufen. Innen besteht die Gefahr, dass Nässe in das Gebäude gelangt. Darum sind Schutzmaßnahmen wie Notüberläufe einzuplanen.

Dachsteine
Definition:

Dachsteine bestehen aus Sand, Zement, Wasser und Farbpigmenten. Die Herstellung von Dachsteinen ist energieschonend, das Produkt ist zu 100 Prozent recyclefähig und extrem frostbeständig. Es gibt heute unterschiedliche Dachstein-Oberflächen, die dauerhaft sauber bleiben und sogar die Luft von Schadstoffen befreien. Die spezielle Beschichtung „ClimaLife“ enthält ein Titandioxid, das unter Sonneneinstrahlung wie ein Katalysator wirkt und vor allem gesundheitsschädliche Stickoxide in ungefährliche Substanzen umwandelt. Moderne Dachsteine haben eine Mikrobetonoberfläche, die extrem porenarm ist. Dadurch finden Staubteilchen, Moose und Algen keinen Halt. Der Regen wäscht die Eindeckung komplett sauber.

Dachwerk
Definition:

Dachwerk ist ein Begriff für das vollständige Tragwerk eines Daches – allerdings ohne Ausstattung und Eindeckung. Es trägt die Dachhaut (Lattung, Dachdeckung und Unterspannbahn) und besteht aus Sparren, ggf. Kehlbalken und Pfetten. Lasten wie Schnee und Wind werden über das Dachwerk auf die tragenden Wände des Gebäudes abgeleitet.

Dachwohnfenster
Definition:

Dachwohnfenster bieten neben größerem Tageslichteinfall und besseren Aussichtsmöglichkeiten zusätzlich Sicherheit. Im Gefahrenfall kann das Fenster als Ausstiegsmöglichkeit und zweiter Notausgang benutzt werden – wenn auf dem Dach ein entsprechendes Begehungssystem installiert ist. Außerdem kann an Dachwohnfenstern ein integriertes Balkonelement angebracht werden.

Dachziegel
Definition:

Dachziegel sind grobkeramische Bauelemente aus Ton. Sie sind resistent gegen Witterungseinflüsse, UV-Strahlung, Frost-, Säure- und Farbbelastung. Dachziegel geben keine schädlichen Stoffe ab und sind diffusionsoffen (d.h. Wasserdampf kann von innen nach außen gelangen).

Dampfsperren
Definition:

Dampfsperren schützen vor dem Eindringen von Feuchtigkeit in den Dachraum und die Dachkonstruktion. Die Aluminium- oder Metallfolien werden raumseitig unter der Wärmedämmung befestigt.

Deckbreite
Definition:

Deckbreite ist die Distanz zwischen der Außenkante eines Deckwerkstoffes und der Außenkante des nächsten. Bei Ton-Dachziegeln wird die mögliche Deckbreite zwischen der niedrigsten und der höchsten Deckbreite ermittelt, bei Dachsteinen wird sie vom Hersteller vorgegeben.

Decklänge
Definition:

Decklänge wird von Form, Länge, Maßtoleranz und der steigungsabhängigen Höhenüberdeckung der Pfannen bestimmt. Die Decklänge ist die Distanz zwischen der Unterkante einer Aufhängnase einer Dachpfanne und der Unterkante der Aufhängnase der nächsten Pfanne. Wenn die Decklänge nicht vom Hersteller angegeben ist, muss sie unbedingt am Bauplatz ermittelt werden.

Diffusion
Definition:

Diffusion bezeichnet – vereinfacht ausgedrückt – die Bewegung/Wanderung von Wasserdampf. Dächer müssen diffusionsoffen sein, um den Transport der Feuchtigkeit von innen nach außen zu ermöglichen und dadurch z. B. Schimmelschäden zu vermeiden.

Doppelmuldenfalzziegel
Definition:

Doppelmuldenfalzziegel gehören zu den Pressfalzziegeln. Der wasserführende Kopf-/Seitenfalz ist unterbrochen und besteht aus einem oder zwei Falzen. Dieser Ton-Dachziegel wird mit einer Mittelwulst hergestellt und kann im Verband gedeckt werden. Regenwasser wird von Falz zur wasserleitenden Ebene oder von Falz zu Falz abgeleitet.

Durchdringungen
Definition:

Durchdringungen sind Bauteile oder Elemente, die bei einer Aussparung in der Dachfläche erforderlich werden, z. B. an Antennendurchgängen oder Dachausstiegen.

Durchmischen
Definition:

Vor der Dachdeckung mit Dachziegeln ist die Durchmischung der einzelnen Pfannen zu empfehlen, um Farbfelder zu vermeiden und eine lebendige Optik zu erhalten.

Einbauteile
Definition:

Einbauteile gehören zum Dachzubehör, z. B. Sicherheitshaken, Lüfter oder Schneefanggitter.

Einfassungen
Definition:

Einfassungen sind Bauteile, die den regensicheren Anschluss von Dachdeckungen bzw. die Abdichtung an Durchdringungen gewährleisten.

Einspitzer
Definition:

Einspitzer sind Dachziegel/-steine, die in Richtung des Kehlsparrens angearbeitet, also mit einem speziellen Werkzeug eingespitzt werden.

Engoben
Definition:

Engoben, auch Begussmasse oder Angussmasse genannt, sind dünnflüssige Tonschlicker zur farbigen Beschichtung von Dachziegeln und weiteren keramischen Produkten.

Fassadenbekleidungen
Definition:

Fassadenbekleidungen an tragenden Wandkonstruktionen sind mit schuppen- oder tafelförmig angebrachten, ebenen oder profilierten, klein- oder großformatigen Dachziegeln oder Dachsteinen möglich.

Fertiggauben
Definition:

Fertiggauben sind System-Fertigteile aus Holz, Aluminium oder Kunststoff. Sie können die Funktion eines Notausstieges einnehmen.

Feuerschutz
Definition:

Feuerschutz von Dächern wird durch DIN-Normen, die sich mit dem Brandverhalten von Bauteilen befassen, bestimmt. Damit werden Dächer nach ihrer Widerstandsfähigkeit differenziert. „Harte“ Dächer (z. B. mit Dachziegeln oder Dachsteinen eingedeckt) leisten Widerstand gegen strahlende Wärme und aufgewirbelte, brennende Gegenstände. „Weiche“ Dächer besitzen keine Abwehreigenschaften gegen Feuer.

First
Definition:

First – die oberste Kante des Daches. Hier treffen zwei geneigte Dachflächen zusammen.

Flachdachziegel
Definition:

Flachdachziegel gehören zu den Pressfalzziegeln mit mehrfacher Ringverfalzung (mindestens zwei Falze). Sie werden auf Dächern mit geringer Dachneigung eingesetzt. Niederschlag wird über Falz und Mulde abgeleitet.

Fledermausgauben
Definition:

Fledermausgauben sind wellenförmige Dachaufbauten – meist auf großflächigen Dächern. Bei der Ausführung werden kleinformatige Dachziegel verwendet. So sind die Rundungen regensicher eingedeckt.

Flügeligkeit
Definition:

Flügeligkeit ist ein Qualitätsmerkmal von Deckwerkstoffen. Diese dürfen ein bestimmtes Maß nicht überschreiten.

Fußwalmdach
Definition:

Die Walmfläche ist nur im unteren Bereich des Giebels angeordnet. Der obere Teil der Fassade, die „Giebelspitze“, bleibt sichtbar.

Gauben
Definition:

Gauben sind Dachaufbauten zur Belichtung, Belüftung und Vergrößerung von Dachräumen. Eine Gaube mit nach oben „verlängerter“ Außenwand wird „Zwerchhaus“ oder „Lukarne“ genannt.

Gedämpfte Dachziegel
Definition:

Gedämpfte Dachziegel entstehen durch eine spezielle Brenntechnik, das sogenannte Schwarz-, Silber-, oder Blaudämpfen. Die Ziegel werden sauerstoffreduziert „in ihrem eigenen Dampf“ gebrannt, so dass dem Eisenoxid Sauerstoffanteile entzogen werden. Das Eisenoxid wird zu Eisenoxidul. Es entsteht eine schwarz-graue, lebendige Färbung.

Gefälle
Definition:

Gefälle bezeichnet die Neigung einer Oberfläche gegen die Waagerechte, z. B. bei der Dachneigung.

Giebel
Definition:

Giebel sind die Fassadendreiecke unter den Ortgängen. First- und Trauf-Enden bilden die Eckpunkte des Dreiecks.

Glasuren
Definition:

Glasuren dienen der Färbung von Dachziegeln und enthalten hauptsächlich geschmolzene Glasurschlicker, keramische Farbkörper und Ton. Die Ziegel werden gemeinsam mit der Glasur gebrannt und es entsteht eine farbige, glänzende Beschichtung.

Grat
Definition:

Grat, auch Verschneidungslinie genannt, ist der Dachrand, an dem zwei unterschiedlich ausgerichtete Dachflächen seitlich aufeinander treffen. Die Eindeckung erfolgt hier mit speziellen Formziegeln.

Grobkeramik
Definition:

Grobkeramik steht im Gegensatz zu Feinkeramik. Die Unterscheidung zwischen „fein“ und „grob“ ergibt sich aus der Größe der Masseteilchen (z. B. Körner) und der Gleichmäßigkeit der Endprodukt-Oberfläche. Zur Grobkeramik zählen z. B. Dachziegel.

Großflächenziegel
Definition:

Großflächenziegel sind so groß, dass pro Quadratmeter Dachfläche nur sechs bis acht Stück benötigt werden, statt der üblichen 10 bis 15. Sie ermöglichen durch die geringere Ziegel- und Lattenzahl eine wirtschaftliche Dacheindeckung. Ein zusätzlicher Vorteil: die erhöhte Regensicherheit. Durch das große Format ergeben sich weniger „gefährdete“ Falze in der Dachfläche. Großflächenziegel sorgen zudem für eine ruhige Dachoptik.

 Nibra-Großflächenziegel - "einfach genial", MDR

Hauptwetterrichtung
Definition:

Hauptwetterrichtung ist die Richtung, aus der pro Jahr durchschnittlich die meisten Niederschläge auf das Haus treffen. Sie ist maßgeblich für alle Bauvorhaben und den Widerstand von Gebäuden gegen Witterungseinflüsse.

Hinterlüftung
Definition:

Hinterlüftung ist der Hohlraum hinter oder zwischen Bauteilen. Die Belüftung wirkt Feuchtigkeit (z. B. in der Dämmung) entgegen.

Hohlpfannen
Definition:

Hohlpfannen werden in Langschnitt- oder Kurzschnittpfannen unterteilt. Sie gehören zu den Strangdachziegeln und haben eine charakteristische S-Wölbung. Hohlpfannen haben keine Verfalzung.

Hohlziegel
Definition:

Hohlziegel haben im Querschnitt die Form eines „S“. Außerdem charakteristisch: Eine breite Mulde als Wasserablauf und eine Krempe zur Überdeckung.

Innenliegende Dachrinnen
Definition:

Innenliegende Dachrinnen verlaufen innerhalb von Gebäudeflächen im Dachbereich entweder in Haltekonstruktionen oder auf durchgehenden Unterlagen. Für erhöhten Niederschlag oder verstopfte Abläufe müssen Sicherheits- oder Notabläufe installiert sein.

Innerer Blitzschutz
Definition:

Innerer Blitzschutz soll vor allem Überspannungen abfangen, die durch Blitzströme in den Leitungen des Blitzableiters entstehen. Dieser Schutz entsteht durch das Zusammenwirken von Blitzschutz, Überspannungsschutz und Potenzialausgleich (eine gut leitende Bahn zwischen zwei gefährdeten Systemen, die eine Spannung zwischen ihnen verhindert und ableitet).

Kegeldach
Definition:

Der Grundriss für diese Steildachvariante ist kreisrund.

Kehlbalkendach
Definition:

Mit dieser Satteldachkonstruktion aus Sparrenpaaren und sie verbindenden Querstreben („Kehlen“) sind unkomplizierte Dachausbauten möglich.

Mindestdachneigung: 30 Grad.

Kehlbiber
Definition:

Kehlbiber sind alle in Richtung des Kehlsparrens eingedeckten Biberschwanzziegel, in der Regel ohne Aufhängenasen gedeckt.

Kehlen
Definition:

Kehlen sind Verbindungsstellen von zwei seitlich aufeinander treffenden Dachflächen, d. h. die innere Verschneidungslinie der Flächen.

Konterlattung
Definition:

Konterlattung verläuft senkrecht vom Dachfirst zur Traufe. Sie wird an den Sparren angebracht und trägt die Traglattung.. Dadurch werden Lasten an die Unterkonstruktion abgegeben. Die Konterlattung ermöglicht außerdem die Hinterlüftung.

Konvektion
Definition:

Konvektion ist ein Mechanismus der Wärmeübertragung. Feuchtwarme Luft strömt z. B. automatisch durch ein Bauteil in die (Dach-)Konstruktion. Um Feuchteschäden zu verhindern, muss das Dach dauerhaft luft- und dampfdicht sein.

Krempziegel
Definition:

Krempziegel sind Pressdachziegel mit Seitenaufkantung, unterschiedlichen Krempausbildungen und ebenem Wasserlauf.

Kreuzfugen
Definition:

Kreuzfugen entstehen, wenn die Über- oder Unterdeckung eines Deckwerkstoffs weniger als zwei Zentimeter beträgt. Hier sind zusätzliche Maßnahmen gegen das Eindringen von Feuchtigkeit in die Dachkonstruktion erforderlich.

Krüppelwalmdach
Definition:

Es entspricht dem Aufbau des Walmdaches mit verkürzten Walmdachflächen an den Giebelseiten.

Lattung
Definition:

Lattung ist der äußere Teil einer Unterkonstruktion und wird auf den Sparren befestigt. Der Abstand zwischen den Latten (Lattweite) richtet sich u. a. nach dem verwendeten Deckwerkstoff.

Longlife
Definition:

Longlife ist eine spezielle Dachstein-Oberfläche aus extrem porenarmem, glattem Mikrobeton, auf dem Staubteilchen kaum Halt finden. Durch eine neue Farbbeschichtungstechnologie haben Longlife-Dachsteine eine seidig glänzende Optik und bleiben „stets sauber, wie frisch gedeckt“.

Lüftung
Definition:

Lüftung erfolgt u. a. durch den Anschluss eines Baustoff-Zwischenraumes an Innen- oder Außenluft. Äußere Luftschichten können sich direkt über der Wärmedämmung oder direkt unter den Deck- bzw. Abdichtungsschichten befinden.

Mansarddach
Definition:

Es ist im unteren Bereich steiler geneigt als im oberen Teil und als Sattel- oder Walmdach konstruiert. Mansarddächer kommen aus der Stilepoche des Barocks. Diese Dachform erlaubt die Nutzung des Dachgeschosses als Wohnraum.

Massivdächer
Definition:

Massivdächer entstehen ohne Holzkonstruktion, sondern sind aus massiven Fertigbauteilen (z. B. Ziegelstein) gebildet. Sie sind durch hohen Brand-, Wärme- und Schallschutz gekennzeichnet.

Mindestdachneigung
Definition:

Mindestdachneigung gibt die untere Neigungsgrenze der Sparren an und liegt für die Verwendung von Dachziegeln und Dachsteinen gemäß den Fachregeln des Deutschen Dachdeckerhandwerks bei zehn Grad.

Mönch
Definition:

Mönch und Nonne sind Pressdachziegel ohne Verfalzung, die die Form einer der Länge nach halbierten Röhre haben. Die Nonnenziegel liegen mit der Wölbung in U-Form unten, die Mönchziegel werden anders herum über die Fugen zwischen den Nonnenziegeln gestülpt. Niederschlag wird vom Mönchziegel auf den Nonnenziegel und von dort in die Dachrinne geleitet.

Naturrot
Definition:

Naturrot sind Ziegel nach dem Brand – je nach Anteilen des Eisenoxids im Rohstoff Ton. Andere Farbnuancen entstehen durch Glasuren, Engoben oder das sogenannte Schwarzdämpfen.

Nicht brennbare Baustoffe
Definition:

Dachziegel und Dachsteine gehören zur Brandschutzklasse A, d. h. „nicht brennbar“. Baustoffe dieser Brandschutzklasse werden weiter unterteilt in A1 (nicht brennbar, Bsp.: Stoffe mit keinen organischen oder brennbaren Bestandteilen) und A2 (nicht brennbar, Bsp.: Stoffe mit evtl. organischen oder brennbaren Bestandteilen).

Notabdichtungen
Definition:

Notabdichtungen schützen im Notfall (zum Beispiel nach einem Sturm) kurzfristig das Gebäude vor dem Eindringen von Wasser und sollten schnellstmöglich durch fachgerechte Abdichtungen ersetzt werden.

Notdeckungen
Definition:

Notdeckungen schützen z. B. bei Umbauarbeiten vorläufig vor dem Eindringen von Feuchtigkeit und Regen. Eine Notdeckung soll und kann eine fachgerechte Eindeckung nicht ersetzen.

Notüberläufe
Definition:

Notüberläufe werden bei innenliegenden Dachrinnen eingesetzt und schützen bei starkem Niederschlag oder verstopften Abläufen vor dem Eindringen von Wasser in das Gebäude.

Nutzungsfeuchte
Definition:

Nutzungsfeuchte entsteht in Wohnhäusern durch aktive Nutzung der Räume (Kochen, Waschen oder Duschen). Je häufiger ein Raum gelüftet wird, desto weniger Nutzungsfeuchte bleibt zurück. So wird z. B. Schimmelbildung vorgebeugt.

Ortgänge
Definition:

Ortgänge sind seitliche Dachränder, die am First zusammen treffen. Sie bilden zwei Seiten des Giebels.

Patina
Definition:

Patina ist eine Schicht, die durch Witterungseinflüsse auf Dachziegeln entsteht. Farbe und Struktur der Ziegel verändern sich. Die Patina sorgt für eine lebendige, charakteristische Optik und das Dach „altert in Würde“.

Pfettendach
Definition:

Bei diesem speziell konstruierten Dachstuhl wird die Last der Sparren durch den Einsatz von senkrecht – je nach Konstruktionsart unterschiedlich – befestigten Pfetten (spezielle Holzbalken) abgeleitet. Firstpfetten sind senkrecht am First befestigt, Mittelpfetten befinden sich auf halber Sparrenlänge und Fußpfetten „stehen“ auf Traufhöhe.

Pressdachziegel
Definition:

Pressdachziegel sind gewölbte und kegelförmige Dachziegel, die auf Stempelpressen ausgestanzt werden. Zu den Pressdachziegeln zählen z. B. Doppelmuldenfalzziegel, Flachdachpfannen, Flachkremper, Mönch und Nonne und Verschiebeziegel.

Pultdach
Definition:

Es hat nur eine geneigte Dachfläche. Diese Dachform sorgt für eine moderne Architektur.

Pyramidendächer
Definition:

Pyramidendächer haben einen quadratischen Grundriss und gehören zu den Steildächern.

Siehe Dachformen

Reformziegel
Definition:

Reformziegel, auch Verschiebe- oder Juraziegel genannt, gehören zu den Pressdachziegeln. Sie werden ohne Mittelwulst hergestellt und sorgen für ruhige Dachflächen.

Regeldachneigung
Definition:

Regeldachneigung ist die in Winkel oder Grad angegebene Dachneigung, ab der sich ein Eindeckungsmaterial in der Praxis als regensicher erwiesen hat. Die Hersteller geben für jedes Produkt die jeweilige RDN in ihren Verarbeitungsvorschriften an.

Regenfallleitungen
Definition:

Regenfallleitungen sind senkrechte Fallrohre zum Ableiten des Regenwassers von Dachflächen, Balkonen usw. Gängige Materialien für Regenfallleitungen sind Kunststoff, Kupfer oder Zink.

Regensicherheit
Definition:

Regensicherheit ist abhängig von dem Deckwerkstoff, der Dachneigung (die Regeldachneigung darf nicht unterschritten werden) sowie der Deckungsart. Die schuppenförmige Eindeckung gilt als besonders regensicher.

Reihendeckung
Definition:

Die Deckwerkstoffe werden so eingedeckt, dass sie senkrechte Reihen bilden.

Rinneneinlaufbleche
Definition:

Rinneneinlaufbleche werden an Regenrinnen angebracht und schützen das Gebäude zusätzlich vor dem Eindringen von Wasser. Sie leiten das Wasser von der Traufe in die Dachrinne.

Rinnenheizungen
Definition:

Rinnenheizungen verhindern die Anlagerung von Eis in der Dachrinne. So wird das Wasser auch bei Kälte fachgerecht und zuverlässig abgeleitet.

Satteldächer
Definition:

Satteldächer sind in Deutschland am weitesten verbreitet. Sie bestehen aus zwei geneigten Flächen, die sich am First treffen. Dachkonstruktion, -dämmung und -ausbau sind relativ unkompliziert.

Schalungen
Definition:

Schalungen sind flächige Bauteile, auf denen Eindeckung und Abdichtungen befestigt werden. Sie dienen als Unterlage für Unterdächer oder Unterdeckungen.

Schichtstücke
Definition:

Schichtstücke, auch Nocken genannt, sind Blechstücke für Anschlüsse und Kehlen. Sie müssen mindestens so lang wie der jeweilige Deckwerkstoff sein. Die Bestandteile sind Schenkel, die den Deckwerkstoff über- oder unterdecken und Schenkel, die wandseitig an dem Deckwerkstoff hochgeführt werden.

Schneefangsysteme
Definition:

Schneefangsysteme schützen vor vom Dach rutschenden Schneelawinen. Metallhaken verhindern das Zusammenrutschen des Schnees und damit die extreme Belastung der Dachkante. Schneefangsysteme lassen sich jederzeit nachrüsten.

Schneerückhaltesysteme
Definition:

Schneerückhaltesysteme bieten Schutz vor Dachlawinen. Sie fangen abrutschenden Schnee auf. Für die Installation sind Dachneigung, Schneebelastung (Standort des Gebäudes) und Dachlänge entscheidend.

Schneestoppsysteme
Definition:

Schneestoppsysteme nutzen das Abrutschen des Schnees (den sogenannten Schubeffekt), um den Schnee und damit die Last flächendeckend auf dem Dach zu verteilen.

Schuppendächer
Definition:

Schuppendächer bestehen aus gleich großen, regelmäßig „überlappend“ angeordneten, kleinformatigen Eindeckungsmaterialien. So ergibt sich ein ruhig verlaufendes, ebenes Deckbild. Die Regeldachneigung dieser Deckungsart beträgt 25 Grad.

Schwanenhals
Definition:

Teilstrecke einer Regenfallleitung. Er besteht aus mindestens zwei Rohrbögen und bildet die Verbindung zwischen Regenrinne und senkrechter Regenfallleitung. So können z. B. Dachüberstände überbrückt werden.

Selbstreinigend (SG)
Definition:

Selbstreinigend (SG) ist eine spezielle Dachstein-Oberfläche, die das Anwachsen von Moos und Algen verhindert und für eine besonders hohe Farbbeständigkeit der Pfannen sorgt.

Sheddächer
Definition:

Sheddächer, auch Sägedächer genannt, sind parallel hintereinander gereihte Pultdächer. Die Dachform wird bei großflächigen Dächern z. B. von Hallen oder Ställen verwendet. Die senkrechte Dachseite ist häufig verglast und sorgt für eine gute Belichtung.

Sicherheitsabläufe
Definition:

Sicherheitsabläufe sind Durchlassöffnungen, die Feuchtigkeit und Wasser schnell ableiten können. Sie befinden sich als Rohrdurchführungen an Dächern und Balkonen.

Sicherheitsrinnen
Definition:

Sicherheitsrinnen sind zusätzliche Wasserableiter unterhalb der Dachrinne. Sie werden hauptsächlich an innenliegenden Dachrinnen angebracht, um Feuchteschäden an der Dachkonstruktion zu verhindern.

Sockelknie
Definition:

Sockelknie (Mauervorsprünge) werden verwendet, wenn für die Installation von Regenfallleitungen Wand- oder Gebäudevorsprünge zu überbrücken sind. Sie bestehen aus mindestens zwei Rohrbögen oder Sprungrohren.

Sparrendach
Definition:

Diese Dachkonstruktion entsteht aus einem Dreiecksrahmen aus Dachsparren und -balken. Ein Zugband verhindert, dass der Rahmen unter dem Gewicht der Eindeckung zusammenfällt. Die nötige Zugkraft ist abhängig von der Dachneigung – sie beträgt mindestens 40 Grad.

Standrohre
Definition:

Standrohre bilden den Übergang vom Regenfallrohr zur Grundleitung.

Strangdachziegel
Definition:

Strangdachziegel werden von einer Schneckenpresse geformt und sind eben oder gewölbt. Die wichtigsten Strangdachziegel sind Biberschwanzziegel, Hohlpfannen und Strangfalzziegel.

Strangfalzziegel
Definition:

Strangfalzziegel gehören zu der Gruppe der Strangdachziegel und haben eine Seitenverfalzung. Charakteristisch: ihre nach oben gerichtete Fuge. Sie können eine ebene oder gewölbte Form haben.

Tonnendächer
Definition:

Tonnendächer sind wie die Wölbung einer liegenden, im Querschnitt geteilten Tonne ausgebildet. Diese Dachform sorgt für eine außergewöhnliche Architektur.

TOP 2000 S
Definition:

TOP 2000 S ist eine spezielle Dachstein-Oberfläche. Das „S“ steht für „sauber“, da die seidig glänzende Beschichtung vor Verschmutzung schützt.

Traglattenabstand
Definition:

Traglattenabstand ist der Abstand zwischen den Oberkanten zweier Traglatten. Er ist abhängig von Ziegel- oder Dachsteinform, deren Länge, Decklänge und der Höhenüberdeckung.

Traglattung
Definition:

Traglattung wird parallel zur Traufe angeordnet und trägt Dachziegel oder andere Dacheindeckungen. Der Abstand der Latten ist u. a. abhängig vom Gewicht und der Art des verwendeten Materials. Die Traglattung wird quer auf der Konterlattung angebracht.

Traufbleche
Definition:

Traufbleche leiten Regenwasser sicher von der Dachkante in die Regenrinne ab. Sie bestehen in der Regel aus dem gleichen Material wie die Dachrinne und schützen die innenliegende Holzkonstruktion vor eindringender Nässe.

Traufe
Definition:

Traufe ist der untere Rand einer geneigten Dachfläche. An den Traufen werden Regenrinnen angebracht, um Niederschläge abzuleiten.

Übergangsziegel
Definition:

Übergangsziegel sind z. B. Biberschwanzziegel mit seitlich ausgeformten „Flügeln“. Sie gewährleisten eine besonders sichere Seitenüberdeckung an Dachkehlen.

Unterkonstruktionen
Definition:

Unterkonstruktionen tragen die Eindeckung. In der Regel bestehen sie aus Sparren, Trag- und Konterlattung. Ergänzt werden diese Holzkonstruktionen durch Unterdeckung (z. B. Unterspannbahnen) und Dachdämmung.

Unterläufer
Definition:

Unterläufer oder „Kehlziegel“ sind kegelförmige oder abgeschrägte Biberschwanzziegel. Zur Eindeckung von Kehlen werden sie unter einer Deck- oder Lagerschicht verlegt und seitlich überdeckt.

Verbanddeckung
Definition:

Die Deckwerkstoffe werden seitlich versetzt verlegt. Die senkrechten Fugen zwischen den Pfannen sind z. B. beim halben Verband um eine halbe Pfannenbreite verschoben. Drittel- bzw. Viertelverbanddeckungen sind ebenfalls möglich. Besonders typisch ist diese Eindeckungsart z. B. bei Biberschwanz- oder Doppelmuldenfalzziegeln.

Verschiebeziegel
Definition:

Verschiebeziegel haben eine umlaufende Verfalzung. Sie ermöglicht eine variable Höhenüberdeckung von bis zu zehn Zentimetern. Ungleiche Lattenabstände werden ausgeglichen, aufwändige Zuschnittarbeiten können entfallen.

 Nelskamp-TV: Sanierungsziegel

Vorschnittdeckung
Definition:

Vorschnittdeckung erfolgt aus Hohlziegeln mit Langschnitt. Am sogenannten „Vierziegeleck“ liegen die Pfannen dreifach übereinander. Vorschnittdeckung ist bei Dächern mit mindestens 40 Grad Neigung möglich.

Walmdächer
Definition:

Die Giebel bestehen bei dieser Dachform aus geneigten Dachflächen. Eine Variante bildet das Krüppelwalmdach, bei dem diese „Giebeldächer“ nicht bis zur Traufe der Hauptdachflächen herunter reichen, sondern schon im oberen Drittel des Giebels enden.

Ziegelscherben
Definition:

Bezeichnung für einen aus Ton gebrannten Ziegel.

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