FAQ

Sechs Großflächenziegel sind naturgemäß schneller zu verlegen als 14 kleinformatige Ziegel. Praktische Erfahrungen ergaben eine reduzierte Verlegezeit von 10 bis 15 Prozent. Bei der Lattung (Decklänge 50,4 cm) wird Zeit und Material gespart. Bei einer angenommenen Länge der Dachstrebe (Dachsparre) von 9 m fallen gleich 9 Reihen Traglattung weg – gegenüber Kleinformaten mit einer durchschnittlichen Decklänge von 34cm.

Das niedrige Flächengewicht des "DS 5" (ca. 36 kg/m2) entlastet die Dachkonstruktion im Vergleich zur kleinformatigen Eindeckung um rund 10 kg/m2. Sie kann dadurch erheblich geringer dimensioniert werden. Bei Umdeckungen reichen die vorhandenen, nur gering belastbaren Tragkonstruktionen aus.

Ein großes Format reduziert Zuschnittarbeiten im Bereich des Grates bzw. der Dachkehle, denn die Anzahl der zu bearbeitenden Ziegel verringert sich um rund ein Drittel. Anzudeckende Ziegelecken sind größer als bei Kleinformaten und dadurch besser zu händeln.

Bei Umdeckungen oder einer nicht exakt auf die Decklänge abgestimmten Traglattung fallen beim Einsatz des Nibra DS 5 durch den Verschiebefalz (rund 6 cm) Zuschnittarbeiten weg.

Die mittlere Decklänge wird berechnet, indem zwei Reihen mit je zwölf Ziegeln aus verschiedenen Paletten nebeneinander mit der Oberseite nach unten auf dem Boden ausgelegt werden. Bei einer Reihe erfolgt die Messung in gezogenem Zustand der Kopffalze, der anderen Reihe im gedrückten Zustand. Gemessen wird jeweils von der Nasenunterkante des ersten bis zu der des elften Dachziegels.

Zubehörteile unterschiedlicher Hersteller dürfen grundsätzlich nicht auf einem Dach verwendet werden. In solchen Fällen entfallen Haftungs- bzw. Gewährleistungsansprüche.

Als Faustregel gilt: Je größer der Anbieter, umso umfangreicher ist auch das Sortiment, die Farbtonpalette und die Zahl der verschiedenen Formteile.

Nelskamp-Zubehör finden Sie bei dem jeweiligen Produkt.

In Abhängigkeit der erhöhten Anforderungen, muss bei einer Regeldachneigungs-Unterschreitung von ≥ 10° in jedem Fall ein wasserdichtes Unterdach eingebaut werden.

Im Zweifelsfall bietet eine höherwertige Zusatzmaßnahme zusätzlichen Schutz. An Standorten mit extremen Witterungsverhältnissen sollte das wasserdichte dem regensicheren Unterdach vorgezogen werden. Die wasserdichte Ausführung ist auch in Regionen mit starken Frost-Tau-Wechseln sinnvoll, selbst wenn die Regeldachneigung nur geringfügig unterschritten wird. Denn bei solchen Wetterlagen kommt es oft zur sogenannten Eisschanzenbildung im unteren Dachbereich. Aufgestautes Wasser kann bei einem wasserdichten Unterdach auch bei längerer Verweildauer auf der Dachoberfläche nicht in die Dachkonstruktion eindringen.

Eine häufige Fehlerquelle ist die ungenügende Unterdach-Ausführung an Dachübergängen und Anschlüssen. Das Unterdach muss in den entscheidenden Details und ohne konstruktionsbedingte Staupunkte an die Dachentwässerung angeschlossen sein.

  • Bahnen, Nähte und Stöße müssen wasserdicht sein.
  • Durchdringungen, Einbauteile und Einfassungen sind regensicher auszuführen.
  • Bei belüfteten Konstruktionen soll das regensichere Unterdach nicht mehr als 30 Millimeter vom First-Scheitelpunkt enden.
  • Öffnungen sind in jedem Fall abzudecken.
  • Ein wasserdichtes Unterdach hat keine Öffnungen – und ist deshalb nur für unbelüftete Dächer geeignet.
  • Wie beim regensicheren Unterdach sind Bahnen, Stöße und Nähte, aber auch Durchdringungen, Einbauteile und Einfassungen wasserdicht auszuführen.
  • Die Abdichtung muss über die Konterlattung geführt werden, damit ihre Befestigung die Dichtungsbahn nicht beschädigt.
  • Die Befestigung der Bahnen sollte im oberen Drittel der Höhenüberdeckung erfolgen.
  • Es muss an die Dachentwässerung angeschlossen werden.
  • Es empfiehlt sich, die Traufausbildung mit einer hochliegenden Dachrinne.

Ja, aber es müssen dann die Zusatzmaßnahmen für die jeweiligen Dachpfannen nach der Nelskamp-Verlegeanleitung bzw. den allgemein geltenden Fachregeln beachtet werden. Das können Unterspannungen, Unterdeckungen oder Unterdächer sein. Für flach geneigte Dächer eignen sich besonders Nibra-Ziegel oder Dachsteine wie die Finkenberger-Pfanne.

Ein Überzug des Dachziegels aus Tonschlämme (Tonschlick) mit oder ohne farbgebenden Metalloxiden. Engoben werden mit Wasser verdünnt, auf den ungebrannten Ziegelrohling aufgetragen und anschließend im Tunnelofen eingebrannt. Sie verfügen über eine ähnliche Kapillarstruktur wie der Dachziegel.

Die glatte und hochglänzende Oberfläche von Edelengoben ist atmungsaktiv. Ihnen sind glasbildende Stoffe beigemischt, die beim Brand mit dem Dachziegel verschmelzen, dabei jedoch keine durchgängige Glasschicht bilden. Die diffensionsoffene Oberfläche wirkt sich positiv auf den Abtrocknungsprozess aus.
Glasierte Dachziegel sind mit einer durchgängigen Glasschicht überzogen, die die Oberfläche verdichtet.

Die "Longlife"-Oberfläche der Nelskamp-Dachsteine ist sehr glatt und porenarm – einschließlich Sichtkante. Hier findet selbst Feinstaub kaum Halt. Während bei anderen Oberflächen der Regen abperlt (hydrophob), wird die gesamte Oberfläche benetzt (hydrophil) und das Wasser kann Verschmutzungen direkt abspülen. Langzeit-Tests auf Frei-Bewitterungsständen haben bewiesen, dass diese Dächer sauberer und farbbeständiger bleiben als mit konventionellen Dachsteinen: Auf Longlife-Dachsteinen haften nur sieben Prozent einer zuvor aufgetragenen Schmutzschicht – während andere Dachsteine noch rund 50 Prozent Schmutz aufwiesen.

ClimaLife – so nennt Nelskamp die spezielle Oberfläche für Dachsteine. In ihr ist Titandioxid enthalten. So werden Schadstoffe aus der Luft in gesundheitlich unbedenkliches Nitrat umgewandelt. UV-Strahlen reichen aus, um beispielsweise Stickoxide (NOX) in Nitrat (NO3) zu verwandeln. Ein Dachleben lang. Das Nitrat wird vom Regen einfach abgespült und dient z.B. als Dünger für Pflanzen. Die Oberfläche ist zudem porenarm (siehe auch Longlife) – Algen und Moose finden kaum Halt. Das Dach wirkt stets wie frisch gedeckt.

Nelskamp gibt für Dachsteine und Dachziegel eine Garantie von 30 Jahren auf Wasserundurchlässigkeit und Frostbeständigkeit. Das bestätigt auch die Auszeichnung der Dachsteine mit dem Siegel DINplus.

Der Nelskamp-Vertrieb erfolgt ausschließlich über den Baustoff-Fachhandel. Hier finden Sie einen Händler in Ihrer Nähe.

Dachziegel und Dachsteine bieten gleich hohe Qualität. Die Entscheidung für das Material liegt letztlich in den Vorlieben der jeweiligen Bauherren und den Eigenschaften des Objektes.

Bei Dachziegeln gibt es zahlreiche Variationen – klein oder groß, naturfarben, gedämpft oder farbig engobiert. Dachziegel sind seit Jahrhunderten die klassische Dachbedeckung. Das Material ist sowohl traditionell als auch zeitlos schön und in zahlreichen Farbnuancen erhältlich.

Dachsteine sind eine preiswerte und technisch hochwertige Alternative. Sie bleiben lange sauber (Longlife) und schonen die Umwelt, indem sie Schadstoffe aus der Luft neutralisieren (ClimaLife). In der Produktion benötigen Dachsteine wesentlich weniger Energie.

RAL-Töne sind normierte Farben, die von einem Unternehmen vertrieben werden. Jeder Farbton wird durch eine vierstellige Zahl gekennzeichnet (so sind beispielsweise die 3000er-Nummern die Rottöne). Vorteil ist, dass keine Farbmuster ausgetauscht werden müssen, sondern die Zahl für genau diesen Farbton steht.

Dachziegel und Dachsteine können rohstoff- und produktionsbedingt nicht nach RAL-Vorgaben gefertigt werden. Darum kann hier nur eine subjektive Zuordnung vollzogen werden.

Die Farbe der Dacheindeckung ist von Baugebiet zu Baugebiet unterschiedlich bzw. häufig in Bebauungsplänen vorgeschrieben. Wenn eine andere Farbe gewünscht ist, kann dieses nur das zuständige Bauamt genehmigen. Zur Unterstützung stehen unsere Fachberater vor Ort gerne zur Verfügung.

Hier finden Sie einen Berater in Ihrer Nähe.

Referenzobjekte nennen wir Ihnen gerne telefonisch:
Tel.: 028 53/91 30 0

oder auch per E-Mail:
Mail: vertrieb@nelskamp.de

Seit 2011 gilt die neue Fachregel zur „Windsogsicherung“. Sturmklammern sind nicht nur in windanfälligen Regionen vorgeschrieben. Für jedes nach Februar 2011 neu eingedeckte oder sanierte Dach muss eine Berechnung erstellt werden. Durch diese wird ermittelt, ob eine Verklammerung erforderlich ist.

Hier können Sie berechnen, welche Vorgaben für die Verklammerung Ihres Daches gelten:
- Deutschland
- Österreich

H 15, F10 Ü oder doch ein MS 5? Die Namen der Dachziegel haben eine Bedeutung: Die Buchstaben geben an, ob der Dachziegel ein
•    Hohlfalzziegel (H)
•    Muldenfalz-Ziegel (MS)
•    Flachdach-Ziegel (F)
•    Glatt-Ziegel (G)
•    Rheinland-/Reform-Ziegel (R) oder ein
•    Doppelmuldenfalz-Ziegel (D)
ist. Die Nummern hinter den Buchstaben stehen für die Menge an Dachziegeln, die benötigt wird, um einen Quadratmeter Dachfläche einzudecken.
Die Zusätze „S“ und „Ü“ stehen für „VerSchiebeziegel“ bzw. „Überdeckerziegel“. Beide sind variabel in der Eindeckung und lassen sich um bis zu 10 Zentimeter verschieben. Dadurch sind sie sehr wirtschaftlich und auch bei stark gegliederten Dachflächen einsetzbar.

Schneefangitter, Rundhölzer oder Doppelrohrhalter sichern den Schnee auf dem Dach. Wie viele Reihen Sie benötigen und in welchem Abstand diese angebracht werden sollten, können Sie mit unserem Schneefang-Berechnungstool ermitteln. Schneefangsysteme können jederzeit problemlos nachgerüstet werden. Weitere Informationen finden Sie in unserem Dachlexikon.

„Nibra“ ist der Name des Nelskamp-Werkes in Groß Ammensleben bei Magdeburg, zugleich ist es auch Synonym für die Großflächenziegel aus dem Hause Nelskamp. Sie werden aus Westerwälder Ton hergestellt. Dadurch und durch moderne Produktionsverfahren sind Nibra-Großflächenziegel besonders frostbeständig, stabil und haben eine Wasseraufnahme von unter drei Prozent.

Die Südausrichtung ist optimal für die Gewinnung von Strom und/oder Wärme, da die Sonneneinstrahlung über den Tag hier am höchsten ist. Auch eine Süd-West oder Süd-Ost-Ausrichtung bringt gute Erträge. Nur auf der Nordseite eines Hauses sollten Solaranlagen nicht installiert werden, da dort nur mit geringen Erträgen gerechnet werden kann. Auch der Standort des Hauses hat einen Einfluss: So ist im Süden Deutschlands eine Abweichung von der optimalen Südausrichtung nicht so gravierend wie im Norden.

Bei Sonnenschein liefern 2Power-Anlagen sowohl Strom als auch Wärme aus einem Modul. Um einen durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalt bilanziell mit Warmwasser zu versorgen, werden bei guter Ausrichtung etwa acht Module benötigt. Soll die 2Power-Anlage auch die Heizungsanlage unterstützen, werden je nach Größe der beheizten Wohnfläche mehr Module benötigt.

Um auch den Strombedarf eines durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalts bilanziell zu decken, werden insgesamt – je nach Standort – ca. 16-20 Module benötigt. Davon wären dann acht Module mit der bewährten 2Power-Funktion ausgestattet und je nach Standort acht bis zwölf einfache Photovoltaik-Module in gleicher Optik.

Eine verschattete Dachfläche liefert weniger Strom. Daher sollte zuvor eine Analyse des Daches durchgeführt und Ursachen für Verschattung z.B. durch hohe Bäume möglichst entfernt werden. Verschattet statt eines Baumes das Haus des Nachbarn das Dach, ist über einen alternativen Standort der Anlage nachzudenken. Bei über den Tag nur teilverschatteten Dächern kann der negative Effekt der Verschattung durch eine gute Stringplanung minimiert werden.

Diese Frage ist nicht generell zu beantworten. Es gibt Entscheidungen in beide Richtungen. Für unser SolarPowerPack (SPP) und die MS 5 2Power- oder MS 5 PV-Systeme werden häufig Ausnahmegenehmigungen erteilt.

Optisch sind beide Systeme identisch, da die Module auf die Trägerpfanne des MS 5-Ziegels integriert sind. Sie unterscheiden sich jedoch in ihrem technischen Ansatz: MS 5 PV ist eine reine Photovoltaik-Anlage, MS 5 2Power erzeugt Strom und Wärme zugleich.

Branchen-News

  • Weiterbildung 2017

    Kennen Sie den Semiarfinder des ZVDH? Er ermöglicht die bequeme Recherche nach dem passenden Weiterbildungsangebot. Die Suche ist nach Zeit, Ort und Thema möglich.


  • Solaranlagen: Die richtige Versicherung

    Bei Solaranlagen taucht immer wieder die Frage auf, welche Versicherung gebraucht wird. Neben Personen- und Sachschäden (Haftpflicht) können auch Ertragsausfall, besondere Gefahren und sogar die Montage versichert werden. Hier finden Sie eine umfangreiche Checkliste:


  • Kollision auf dem Betriebsgelände: Handwerker von Unfallflucht freigesprochen

    Betriebsgelände sind kein öffentlicher Verkehrsraum, wenn nur Fimenangehörige Zutritte haben. In diesem Fall gibt es bei einer Kollision keine Unfallflucht, auch wenn sich der Verursacher von der Unfallstelle entfernt, entschied jetzt das Arnsberger Landgericht – und sprach einen Handwerker frei (Az. 2 Qs 71/16).