Dachsteine

Ein innovativer Baustoff

Seit 1953 produzieren die Dachziegelwerke Nelskamp Dachsteine. Also Pfannen aus Quarzsand, Zement, Wasser und Farbpigmenten. Das erste Modell – die „Finkenberger-Pfanne“ – wird nach wie vor erfolgreich in ganz Deutschland verlegt. Vier weitere Dachstein-Modelle stehen für die individuelle Dach-Architektur bereit: S-Pfanne, Planum, Kronen- und Sigma-Pfanne.

Not macht erfinderisch

Der Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg war geprägt vom Mangel an Baustoffen. Das Angebot an Dachziegeln reichte beispielsweise bei weitem nicht, um die Nachfrage zu decken. Erst die Produktion der modernen Dachsteine konnte die Versorgungslücke schließen, da alle natürlichen Grundstoffe zur Herstellung schnell verfügbar waren. Zudem benötigt die Verarbeitung nur wenig Energie, da keine Brennkammer erforderlich ist. So wurden Dachsteine zum gefragten Deckungsmaterial.

Dächer, die´s drauf haben, reinigen sich heute nahezu von selbst

Die Nelskamp-Forschung entwickelte den Baustoff kontinuierlich weiter: 2001 ergänzte die besonders glatte, porenarme Oberfläche „Longlife“ das Portfolio. Sie sorgt dafür, dass Flechten, Moose oder Algen auf der glatten Oberfläche kaum noch anwachsen können. Regen spült den Schmutz einfach ab – so bleibt das Dach stets sauber, wie frisch gedeckt. Seit 2013 sogar einschließlich der porenarmen Sichtkante.

Die Oberfläche „ClimaLife“ setzt die technische Entwicklung der Dachsteine fort. Diese Dachsteine bauen aktiv Schadstoffe aus der Luft ab. Der Mikrobeton ist mit Titandioxid-Partikeln durchsetzt, die gesundheitsgefährdende Schadstoffe (u. a. Stickoxide) in ungefährliches Nitrat umwandeln. Das Institut für Technische Chemie der Universität Hannover bestätigte schon 2009: „Insgesamt zeigen die ‚ClimaLife’-Dachsteine eine stabile Abbaueffizienz.“ Eine 200 Quadratmeter große Dach-Fläche neutralisiert pro Jahr die Stickoxide, die ein Euro-4-Pkw in 17.000 gefahrenen Kilometern erzeugt. Bei einer Neueindeckung oder Dachsanierung hat so jeder Bauherr die Chance, seinen Beitrag für die Umwelt zu leisten. Die „Luftwäsche“ wirkt ein Dachleben lang, denn Titandioxid ist ein Katalysator, wird also nicht verbraucht.

Der hohe Anspruch an die Produktion mit permanenter Investition in Forschung war und ist entscheidend für den Erfolg der Nelskamp-Dachsteine. Dazu gehört auch die Entwicklung von Solar-Kollektoren, die dem Dachstein-Modell ‚Finkenberger-Pfanne’ exakt angepasst wurden (SolarPowerPack).

Dachpfannen mit DINplus

Ob Neueindeckung oder Dachsanierung – gefragt sind immer robuste, langlebige und verarbeitungsfreundliche Produkte. Die DIN-Vorschriften „Dach- und Formsteine aus Beton“ (DIN EN 490 und 491) legen den Standard für Dachpfannen fest. Bei Nelskamp werden diese Kriterien grundsätzlich um rund 20 Prozent übertroffen. Darum sind alle Dachsteine nach „DINplus“ zertifiziert. Das Zertifikat bezieht sich auf Tragfähigkeit, Bruchfestigkeit sowie Resistenz der Dachsteine gegen Wind und Wetter.

Branchen-News

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    Betriebsgelände sind kein öffentlicher Verkehrsraum, wenn nur Fimenangehörige Zutritte haben. In diesem Fall gibt es bei einer Kollision keine Unfallflucht, auch wenn sich der Verursacher von der Unfallstelle entfernt, entschied jetzt das Arnsberger Landgericht – und sprach einen Handwerker frei (Az. 2 Qs 71/16).